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Homunculus-Sonne geht am Emser Kirchplatz auf

13. Mai 2020 /

Eine künstlerische Intervention des Vereins „Homunculus“ erinnert an den auf 2021 verschobenen Start des gleichnamigen Figurentheaterfestivals. Zwei Wochen lang strahlt der Vorplatz der Stadtpfarrkirche St. Karl mit in Festivalgelb gemalten Sonnenstrahlen.

 

Das Motto des abgesagten Festivals (mit geplantem Start 14.5.2020) lautet „Sonne, Mond und Sterne“. Dazu passend bringt der Verein Homunculus die „Sonnenstrahlen“, die früher mit strahlenförmig über den Kirchplatz verlegten Granitplatten sichtbar waren, mit gelber Farbe wieder zum Vorschein. Geschäftsführer Dieter Heidegger: „Unser Festival findet zwar nicht statt, wir wollen dennoch wie geplant auf die „Homunculus“-Zeit aufmerksam machen und bringen den Kirchplatz mit unserer künstlerischen Intervention zum Strahlen: Ca. 340 Laufmeter werden dank Unterstützung der Firma Bartenbach Straßenmarkierungen mit von Farben Morscher gestelltem Material temporär im Festival-Gelb gefärbt. Die Kirchplatz-Sonne wird damit für zwei Wochen sichtbar sein. Nach ca. zwei Wochen wird sich die wasserlösliche Farbe wieder verflüchtigen und die Vorfreude auf das 30. Jubiläumsfestival vom 6. bis zum 14. Mai 2021 bleiben.“


DDr. Thomas Heilbrun von der Pfarre St. Karl verfasste zur „strahlenden Homunculus-Aktion“ einen begleitenden Text, der vor der Pfarrkirche auf einer Stele von Künstler Günther Blenke angebracht worden ist:

 

Die Sonne als Gottessymbol…

…ist ein uralter Menschheitsgedanke. Er findet sich auch im Christentum, z.B. im Kirchenlied „Sonne der Gerechtigkeit“. Die ursprüngliche Gestaltung des Hohenemser Kirchplatzes erinnert an diesen Gedanken mit den Strahlen, die von der Kirche ausgehen. Homunculus mit seinem Thema „Sonne, Mond und Sterne“ will diese Gestaltung für das Festival neu beleben.

 

Geschichte der Emser Sonnenstrahlen am Kirchplatz

Ende der 1980er Jahre wurde der Kirchplatz in Hohenems nach Plänen des Architekten Prof. Dr. Ernst Hiesmayr (plante u.a. die Wirtschaftskammer in Feldkirch) mit Sonnenstrahlen aus Granitplatten neugestaltet. Der Platz vor dem Eingang der Pfarrkirche St. Karl wurde durchgängig mit Pflastersteinen bedeckt und als Halbkreis angelegt, der die Sonne symbolisiert. Strahlenförmige Granitbahnen verliefen als „Sonnenstrahlen“ über den Kirchplatz. Neben der optischen Wirkung erhoffte sich die Stadt damals eine Geschwindigkeitsreduktion. Der Durchzugsverkehr verursachte viel Lärm, der durch die Pflastersteine verstärkt wurde: Kurze Zeit nach der Fertigstellung wurde die eigentliche Durchgangsstraße wieder von den Pflastersteinen befreit und durch Asphalt ersetzt. Damit wurden auch die „Sonnenstrahlen“ aus Granitstein unterbrochen und das Gesamtbild kam nicht mehr zur Geltung.

Figurentheaterfestival konzentriert sich auf 30-Jahr-Jubiläum im Jahr 2021

Homunculus wird auf 2021 verschoben

08. Apr 2020 /

Die Programme waren gedruckt und lagen für den Versand bereit, die Hoffnung bestand bis zuletzt. Nun ist klar: Homunculus 29 wird dieses Jahr nicht über die Bühne gehen.

Mit Bedauern aber größtem Verständnis für die Maßnahmen der Bundesregierung zur Eindämmung von Covid 19 wird das für Mai 2020 geplante Homunculus Festival auf das Jahr 2021 verschoben. Nachdem die Festivalleitung bereits vergangene Woche den Compagnien aus Italien und Spanien abgesagt hatte, ist es nun fix: Homunculus 29 wird heuer nicht  mehr stattfinden. Der Verein konzentriert sich darauf, das Jubiläumsfestival „30 Jahre Homunculus“ vom 6. bis zum 14. Mai 2021 vorzubereiten. Geschäftsführer Dieter Heidegger: „Wir stehen voll hinter der Entscheidung der Bundesregierung, alle Veranstaltungen bis Ende Juni abzusagen. Die Absage tut uns für die Künstler, das Publikum und unser ehrenamtliches Team sehr leid – aber die Gesundheit geht vor.“ Erfreulich ist die signalisierte Unterstützung einzelner Großsponsoren sowie der Stadt und des Landes Vorarlberg. „Wir hoffen, ohne gröbere Verluste durchzukommen“, so Dieter Heidegger.

Festival bleibt sichtbar

Auch wenn das Festival selbst nicht durchgeführt werden kann – im öffentlichen Raum soll die geplante Intervention dennoch stattfinden. Vom 14. bis 22. Mai 2020 wird der Platz vor Kirche und Palast sowie der Schlossplatz mit einer besonderen Gestaltung auf Homunculus verweisen. Auch das alljährlich von der Raiffeisenbank aufgehängt große Homunculus-Fassadenplakat wird an das beliebte internationale Figurentheaterfestival erinnern. „Homunculus bleibt präsent – wir wollen damit ein Signal setzen und zeigen, dass es 2021 mit voller Kraft weitergeht. Wir freuen uns, wenn alle gesund bleiben und wir weiterhin mit Puppen, Pointen und Poesie die Vorarlberger Kulturlandschaft bereichern. Kultur ist Seelennahrung“, sind Präsident Günter Bucher und Geschäftsführer Dieter Heidegger überzeugt.

Für den Verein:

Homunculus Figurentheater e.V.
Kaiser-Franz-Josef-Str. 61
A 6845 Hohenems
Tel.: +43 650 86 205 86
Fax: +43 5576 38 606
E-Mail: info@homunculus.info

www.homunculus.info

Tierische „Echsoterik“ bei Homunculus 29

06. Dez 2019 /

Vom 14. bis 22. Mai 2020 findet das 29. Homunculus Figurentheaterfestival in Hohenems statt – und Sonne, Mond und Sterne leuchten in Hohenems.

Hohenems. Wenn ein alter Uhrmacher die Geschichte einer alten Uhr erzählt und sich dies in die Mär vom Wolf und den sieben Geißlein verwandelt, ist Homunculus-Zeit – und es steht im Hohenemser Löwensaal Puppentheater mit vielen Pointen und Poesie, lebendigen Dialogen und Gedankenanstößen auf dem Programm. Geschäftsführer Dieter Heidegger verweist in diesem Zusammenhang auf eine Kooperation mit dem Jüdischen Museum Hohenems: angelehnt an die Ausstellung „Das Ende der Zeitzeugenschaft“ werden vor den Schülervorstellungen des Stücks „Anne Frank“ (Mittwoch, 20. Mai) Workshops zum Thema veranstaltet. „Damit sprechen wir ein Publikum in der Altersklasse 13 bis 15 Jahre an“. Über die ganze Festivalzeit wird es im Hohenemser Stadtgebiet auch wieder eine künstlerische Intervention – passend zum diesjährigen Thema „Sonne, Mond und Sterne“ geben. Was genau, wie und wo wird noch nicht verraten. Aber es wird strahlend!

Ein Wiedersehen mit Hamlet & Co

Zu Gast sind heuer wieder bekannte Gesichter mit frischen Produktionen und neue Ensembles mit bekannten Stoffen. Der einstige Intendant Pierre Schäfer sorgt am Freitag, dem 14. Mai mit der Österreichpremiere von „Herr Wolf und die sieben Geißlein“ für den Festivalauftakt. Das Ensemble Materialtheater bestreitet den Freitagabend mit „Don Quichote“ als Koproduktion mit dem FITZ! Stuttgart und dem Thé Octobre Brüssel und den Samstagnachmittag mit der kindgerechten Clownerie „WUFF - Wer rettet die Welt“ in Kooperation mit dem Theater Stadelhofen Zürich.

Die vielbeachtete  Produktion „Der Fall Hamlet“ von Pierre Schäfer und Veronika Thieme wird auf vielfachen Publikumswunsch am Samstag, den 16. Mai im Löwensaal gezeigt.

Puppen- und Schattentheater

Der Sonntagvormittag gehört dem „Kleinen Häwelmann“ samt anschließendem Brunch im Löwenfoyer. Publikumsliebling Peter Müller und die künstlerische Leiterin Susi Claus setzen den Märchen- Klassiker von Theodor Storm mit zartem Humor und viel Poesie in magischen Schattentheaterbildern neu um. Eine Theaterreise mit Bildern von René Magritte zeigt die Formation „Freaks und Fremde“. Als Kindervorstellung trägt das Spiel zwischen Puppentheater, Tanz und Bildender Kunst am Montag den Titel „Traumschlüssel“, in der Erwachsenenvariante am Abend  wird es als „Das Schweigen der Welt“ gezeigt. Mit „Error 404“ von Ángeles de trapo tauchen wir mit dem Protagonisten dem jungen Steve in eine Welt voller elektronischer Geräte ein, in der nichts mehr ist wie früher... (Di, 19.5.) Elektronisch - aber leise - wird es um 21.30 mit der Silent Disco und Andreas Ender, alias DJ 101 b.p.m.

Anne Frank mit Workshops

Als Zeitreise eines berührenden Schicksals zeigen die Artisanen am 20. Mai die Produktion „Anne Frank“. In Kooperation mit dem Jüdischen Museum Hohenems finden vor den Schülervorstellungen Workshops statt, um die Jugendlichen Besucher auf die Thematik vorzubereiten. Mittwochnacht wird um 21.30 Uhr mit zwei kleinen menschlichen Finger-Figuren an einem geheimen Ort von Girovago and Rondella „Manovia“ gezeigt. Das Publikum wird in ein fantastisches Miniatur-Universum entführt, in dem alles möglich ist. Zu Christi Himmelfahrt, Donnerstag, den 21. Mai, zeigen die Exen clowneskes Puppentheater mit dem Stück „Hühner“. Am Nachmittag gibt es  einen Circus-Auftritt von Girovago and Rondella am Schlossplatz (Do 21.5.20, 16.00 Uhr). Abends legt das Theater Fleisch und Pappe mit „Schwein, Weib und Gesang“ noch einen drauf und erzählt, warum aus einem Wildschwein kein Casanova wird...

Der „echsquisite“ Michael Hatzius

Den letzten Festivaltag bestreitet Lutz Grossmann mit „Geschichten gegen die Angst“, in der er drei Schubladen der Angstkommode öffnet. Ein weiteres Highlight und den krönenden Abschluss bildet der Freitagabend: Michael Hatzius alias sein alter Ego, die Echse, das Reptil voll Erfahrungen, Geschichten und

Weisheit legt uns die Karten auf den Tisch. „Echsoterik“ lässt kein Auge trocken und manches Lachen im Halse stecken. Im Anschluss an die Vorstellung findet traditionell die musikalische Festival-Abschluss-Party im Löwenfoyer statt.

Programmdetails und Termine auf www.homunculus.info

Rückfragehinweise:

Dieter Heidegger, dieter.heidegger@mshh.at, Tel. 0043 650 8620586

Andrea Fritz-Pinggera, andrea.fritz@wortwerk.cc, Tel. 0043 699 19037485

 

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