Homunculus bleibt Publikumsmagnet

15. Mai 2026 /

Homunculus bleibt Publikumsmagnet

Das Figurentheaterfestival in Hohenems erreichte auch heuer 97 Prozent Auslastung. Unter dem Motto „Second Life“ überzeugte das Programm mit Publikumslieblingen, starken Stoffen und einem Überraschungserfolg.

Mit großem Publikumszuspruch ist das diesjährige Figurentheaterfestival Homunculus in Hohenems zu Ende gegangen. Eine Auslastung von 97 Prozent bestätigt erneut die besondere Bindung zwischen Festival und Publikum. Für Geschäftsführer Dieter Heidegger und die künstlerische Leiterin Susi Claus ist diese Bilanz ein klares Zeichen für die anhaltende Strahlkraft des internationalen Figurentheaters in Hohenems.

Bereits zum Auftakt hatte Bürgermeister Dieter Egger den Veranstaltern, dem gemeinnützigen Verein "Homunculus Figurentheater", positive Nachrichten überbracht: Vonseiten der Stadt Hohenems sind keine Subventionskürzungen vorgesehen. Damit werde die kontinuierliche Arbeit des Vereins und der Stellenwert der Kultur gewürdigt, freut sich Dieter Heidegger.

Publikumslieblinge und Überraschungen

Unter dem Motto „Second Life“ setzte Homunculus auf bekannte künstlerische Handschriften und emotionale Stoffe. Die Werke von Publikumslieblingen wie Pavel Möller-Lück und Pierre Schäfer waren im Handumdrehen ausverkauft. Für einen Überraschungserfolg sorgte die kurzfristig eingesprungene Compagnie Puppenspiel.ch mit ihrem Stück „Herr Fässler und die Stürme der Liebe“. Auch Freaks und Fremde berührten mit „Der Fuchs, der den Verstand verlor“ sowie Susi Claus mit der szenischen Lesung „Einer von euch sein“, die die Lebensrealität junger Menschen in der Zeit des Nationalsozialismus vermittelte. „Das heurige Festival hat wieder gezeigt, wie unmittelbar Figurentheater wirken kann: mit feinem Humor, großer erzählerischer Kraft und Themen, die dem Publikum nahegehen“, resümiert Susi Claus.

Ausblick auf 2027

Das 36. Figurentheaterfestival Homunculus findet vom 29. April bis 7. Mai 2027 statt. Das Motto lautet „Mythen, Märchen und Maschinen“. Erste Programmlinien liegen bereits vor. Fix ist bereits „Die Schöne und das Biest“ von Stefan Wey als Schattentheaterproduktion. „Ich habe schon sehr viele Compagnien im Kopf – mehr wird noch nicht verraten“, so Susi Claus.

www.homunculus.info

Programmänderung wegen krankheitsbedingtem Ausfall eines Künstlers.

05. Mai 2026 /

Programmänderung wegen krankheitsbedingtem Ausfall eines Künstlers.

Montag, 11. Mai, 20.00 Uhr

Geplante Aufführung: Grimms Eisenhans oder der wilde Mann (Companie nunc stans)

 

Ersatz: Herr Fässler und die Stürme der Liebe (Companie Puppenspiel.ch)

Herr Fässler hockt in der Aktivierungs-Werkstatt des Esel-Altersheims und soll die Weihnachtsdekoration anpinseln. Da muss man ja schlechte Laune haben. Lieber erzählt er seiner Betreuerin Rahel von früher: Von seiner Jugend im Toggenburg, von wilden Partys in der Scheune und natürlich von Aurelia, der Eselin mit den langen Wimpern. Klug, schön – und unerreichbar. Alles nur erfunden oder wahr? Auf alle Fälle ist es die Geschichte einer großen, grauen Liebe.

Puppenspielerin Rahel Wohlgensinger und Regisseur Simon Engeli tauchen ab in die facettenreiche Biografie ihres Helden. Mal brechend komisch, mal berührend fein.

Homunculus 2026: Geschichten mit Vorgeschichte

27. Jan 2026 /

Homunculus 2026: Geschichten mit Vorgeschichte

Zweite Leben, erste Lieben und alte Helden

Das 35. Figurentheaterfestival Homunculus 2026 belebt in Hohenems Klassiker, Legenden und Publikumslieblinge neu.

Das Internationale Figurentheaterfestival Homunculus geht in seine 35. Runde. Unter dem Motto „Second Life“ kehren vom 7. bis 15. Mai 2026 im Löwensaal Hohenems bekannte Gesichter, bewährte Compagnien und gefeierte Produktionen zurück auf die Bühne. Neben Publikumslieblingen gibt es auch Neues, so zwei Österreichpremieren – „Buba Huba“ (Susi Claus) und „Hänsel und Gretel“ (Theater Laboratorium). Verantwortlich für das gesamte Programm zeichnet Susi Claus, seit 2018 künstlerische Leiterin des Festivals. Auch Geschäftsführer Dieter Heidegger und Präsident Günter Bucher sichern die Kontinuität. Festival Nr. 35 überzeugt zwischen Märchen, Musik, Zeitgeschichte und Gegenwartskomik.

Auftakt mit Wohnungsnot und Märchentieren

Eröffnet wird Homunculus 2026 am Donnerstag, 7. Mai, mit Andrea Bongers’ „Bock drauf“ (Do, 7.5.) – eine pointierte Abrechnung mit dem Wohnungsmarkt, Alter, Ego und Versicherungen. Puppen, Texte und Musik greifen ineinander und bringen ein Solo mit Vielen, das weder Abgründe noch Gelächter scheut. Der Freitag gehört tagsüber den Kindern – und der Programmverantwortlichen selbst: Susi Claus zeigt mit „Buba Huba“ (Fr, 8.5.) eine Fabel über die Habgier der Menschen und deren Auswirkung auf die Welt – aber vor allem eine Geschichte über Hoffnung. Am Abend übernimmt Pierre Schäfer, vor Susi Claus künstlerischer Leiter des Festivals, mit „Märchen Comedy“ (Fr, 8.5.) das Kommando: Grimm, tierisch gedacht, frech gespielt.

Geschichte im Blick

Am Samstag prallen Zeiten aufeinander. Nach dem Familienklassiker „Hase & Igel“ (Pierre Schäfer, Sa, 9.5.) folgt mit „Einer von euch sein“ (Sa, 9.5.) von Astrid Endruweit & Susi Claus eine szenische Lesung auf Basis von Zeitzeugenberichten über Kindheit und Jugend im Nationalsozialismus – reduziert und eindringlich. Der Abend klingt musikalisch aus: Wenzel & Band bringen mit „Strandgut der Zeiten“ (Sa, 9.5.) Lieder zwischen Zweifel und Zuversicht auf die Bühne. Der Sonntag kombiniert Abenteuer und Brunch: Mit „Die Muskeltiere“ (So, 10.5.) erzählen das Figurentheater St. Gallen und die Theaterwerkstatt Gleis 5 von Freundschaft und Mut – inklusive Frühstück im Löwenfoyer.

Märchen reloaded

Die neue Woche rückt das Motiv des „Second Life“ auf unterschiedliche Weise ins Zentrum. „Hühner“ der Compagnie Die Exen (Mo, 11.5.) beleuchtet das Miteinander mit clownesken Mitteln. Am Abend folgt „Grimms Eisenhans“ (Mo, 11.5.), eine archaische Erzählung vom wilden Mann, angesiedelt zwischen Mythos und Gegenwart. Gespielt wird der Stoff von Schauspielerin Andrea Post, begleitet von Dirk Hessel am Marimbaphon und anderen Schlaginstrumenten.

Am Dienstag wird der Wolf gleich in zwei Stücken besiegt: vormittags mit „Der Wolf und die sieben Geißlein“ (Di, 12.5.) der Gebr. Grimmig, abends in der „Geierwally“ (Di, 12.5., Die Exen.) die als Handpuppen-Drama Alpenromantik und patriarchalen Strukturen trotzt. Der Mittwoch widmet sich dem Erinnern und Vergessen: „Vom Fuchs, der den Verstand verlor“ (Mi, 13.5.) erzählt die Formation „Freaks und Fremde“ sensibel vom Altwerden – tagsüber für junges Publikum, am darauffolgenden Abend (Do, 14.5.) für Erwachsene. Ein weiterer einstiger Intendant des Festivals ist Pavel Möller-Lück. Mit „Hänsel & Gretel“ (Mi, 13.5.) liefert sein Theater Laboratorium eine biografische, zugleich absurde Märchenüberschreibung. Am Donnerstag bringt er den „Froschkönig“ (Do, 14.5.) in die zweite Lebensphase.

Finale mit phantastischem Zinnsoldat

Am Freitag, 15. Mai, beschließt Stefan Wey mit „Der standhafte Zinnsoldat“ das Figurentheaterprogramm – nachmittags für Kinder, abends für Erwachsene. Eine Inszenierung, die man so im Löwensaal nicht erwartet – lassen Sie sich überraschen vom exzeptionellen Bühnenbild und Spiel.

Eine weitere Besonderheit: Im Löwensaal-Foyer eröffnet eine temporäre VHS-Videothek ihre Türen. Kultfilme, leihweise. Hier gilt die Bitte: nur zurückgespult retournieren. ;-)

Tickets & Infos

Tickets unter +43 699 10 52 12 04, auf www.homunculus.info, bei allen Raiffeisenbanken, Sparkassen sowie auf laendleticket.com.
Stand: 28. Jänner 2026. Änderungen vorbehalten.

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