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Homunculus: Positive Nachrichten zum 30jährigen Jubiläum

26. Jan 2021 /

Die Raiffeisenbank verlängert das Hauptsponsoring um 3 Jahre

The Show will go on, Homunculus 30 wird vom 6. bis 14. Mai 2021 über die Bühne gehen – live oder als Plan B auch via Livestream - soviel ist bereits sicher.

Das Team des internationalen Figurentheaterfestivals verkündete diese „good news“ anlässlich der Programmpräsentation am Mittwoch im Löwensaal Hohenems. Die vier Intendanten der letzten 30 Jahre werden mit ihren Stücken ebenso erwartet wie junge Kompagnien, die den experimentellen und poetischen Charakter von „Homunculus“ seit jeher mitprägen.

Lachen in Corona-Zeiten

„Noch nie waren Lachen und eine inspirierende Unterhaltung so wichtig wie heute“, erklärt Festivalpräsident Günter Bucher. Lachen löst, Humor schafft Nähe. Seit nun bereits drei Jahrzehnten steht Homunculus für Puppen- und Schauspiel, das fasziniert und inspiriert. Dabei wird das große wie kleine Publikum mit Produktionen in den Bann gezogen, selbst schwierigste Themen werden sensibel und kitschfrei umgesetzt und verursachen Lachtränen ebenso wie Tränen der Rührung. Selbst wenn das Publikumsprogramm am Freitag (7.5.) mit „Schlimmes Ende“ seinen Auftakt hat, so ist das gleichnamige Stück des TamS Theater  kein Trauerspiel, sondern ein Familientheaterspektakel für Menschen ab 8.

Was den Trabi mit Homunculus verbindet

Der traditionellen Aktion „Kunst im öffentlichen Raum“ bleibt das Festival auch heuer treu – man wird „Homunculus“ wieder anhand einer außergewöhnlichen Installation wahrnehmen. Die Vorgeschichte liegt ebenfalls 30 Jahre zurück: Mit Beginn des Homunculus-Festivals 1991/92 wurde die Produktion des Trabis eingestellt. Homunculus hat den Hohenemser Künstler Günther Blenke und seine Tochter Mona mit einer Außeninstallation beauftragt und dafür einen Trabi gesucht und gefunden. Dazu passend wird am Samstag, 8.5., 22.00 Uhr der Kult-Film „Go Trabi Go“ als Openair-Kino am Schlossplatz aufgeführt (mit freundlicher Genehmigung der Bavaria-Film)

Angsthase und Kinderbuch

Ein Wiedersehen mit dem Theater Zitadelle gibt es am Freitagabend im „Grand Hotel Grimm“, in dem illustre Wesen aus der Grimm’schen Märchenwelt einchecken. Daniel und Regina Wagner führen die Puppen unter der Regie des früheren Intendanten Pierre Schäfer. Weiter geht es am Samstagnachmittag (8.5.) mit dem „Kleinen Angsthasen“ für die Kinder und abends mit „Nibelungen, Sex & Crime“. Die Theaterfirma thematisiert die Nibelungen open air - passend zum Fundort im Palasthof (Samstag, 8.5., 20.00 Uhr). Der Sonntagsbrunch am 9.5. wird vom Theater Couturier mit „Ente, Tod und Tulpe“ nach dem gleichnamigen Buch von Wolf Erlbruch bestritten.

Ein geheimer Ort

Die Kindervorstellungen am Montag gehören einem genialen Duo – dem Schauspieler Peter Müller und der künstlerischen Festivalleiterin Susi Claus, die „Der kleine Häwelmann“ mit Puppen sowie magischen Schattentheaterbildern bezaubernd umsetzen. Zum Jubiläum gibt es auch ein Wiedersehen mit Christoph Bochdansky, Regisseur und Mitbegründer des Festivals, der mit den Strottern das Stück „Im Blut“ (Montag, 10.5.) präsentiert: Ein Abend mit Szenen und Liedern über Existenzen, die versuchen ihre Wünsche einzufangen aber nicht bedenken, dass ihr Netz schon etwas löchrig ist. Pierre Schäfer zeigt am Dienstag (11.5.) in den Schulvorstellungen mit „Herr Wolf und die sieben Geisslein“ eine höchst vergnügliche Version dieses Stoffes. Auch in diesem Jahr gibt es eine Aufführung an einem „geheimen Ort“ (Dienstag 11.5, 19.00 Uhr) der thematisch mit dem Stück „Zwischenfälle“ der Handmaids Gemeinsamkeiten hat.

Publikumslieblinge zeigen Programmperlen

Michael Hatzius auch bekannt als „die Echse“ ist beim Jubiläumsfestival in einer ganz anderen Rolle dabei: Mit Dorothee Carls - gemeinsam heißen sie Theater Urknall – spielen sie in den Mittwochsvorstellungen für Kinder ab vier Jahren „Ich bin Einhorn – wer bist du?“ eine fabelhafte Geschichte über eine magische Freundschaft zweier Fabelwesen, die jeder kennt. Zum Weinen schön wird der Mittwochabend: Das Theater Laboratorium von Alt-Intendant Pavel Möller-Lück bringt erneut die Programmperle „Monsieur Ibrahim“ auf die Löwensaalbühne. Die Kinderversion dieses Klassiker wird am Donnerstag (13.5.) am Nachmittag gezeigt. Der Christi Himmelfahrt-Abend gehört dem bitterbösen Kaspar-Stück „Kasper in Teufels Küche“ der Thalias Kompagnons. Dieselbe Kompagnie bestreitet auch die Freitagsvorstellungen „Daheim in der Welt“ für Menschen ab fünf Jahren, die mit Fundstücken gemeinsam eine Welt entdecken. Den Abschluss des Festivals bilden Candlelight Dynamit mit „Giganten des Universums“, einem Theater-Remmidemmi durch alle Instanzen des Fantasy-Action-Hero-Adventures mit Muskeltypen, Prinzessinnen, Synthi-Sounds. Je nach Corona-Lage sorgt im Anschluss im Foyer Sound der 90er Jahre für einen schwungvollen Festivalschluss.

Good News trotzen Corona

Dieter Heidegger: „Aktuell gehen wir von einer regulären Durchführung des Jubiläums-Festivals aus. Sollte dies trotz Sicherheitskonzept und Reduktion der Sitzplatzkapazität nicht möglich sein, so wird als Plan B in Kooperation mit Plus-Eventsupport (Koblach) jede Vorstellung auch als Live-Stream angeboten. Fünf Kameras inkl. professioneller Regie können eingesetzt werden. Tickets würden mit 70 % vom normalen Ticketpreis mit dem Zugangscode über die Ticketplattform www.laendleticket.com erhältlich sein. Wir sind derzeit jedoch voller Hoffnung, das Livestreaming nicht anbieten zu müssen!“

Finanzen und Planungssicherheit

Die Eigenfinanzierungsquote des Festivals lag bisher bei 49 %. Erfreulich ist, dass die Firmen-Sponsoren bis dato fast alle auch für 2021 zugesagt haben. Hauptsponsor Raiffeisen hat den Sponsoringvertrag für weitere drei Jahre verlängert, was dem Festival eine Planungssicherheit verschafft. Das Jubiläums-Budget 2021 liegt bei EUR 110.000,- Förderzusagen seitens Bund, Land und Stadt liegen allerdings bis zu Redaktionsschluss - noch - nicht schriftlich vor. Der Corona-Schutzschirm des Bundes befindet sich noch in Ausarbeitung. Ob er auch für die Praxis (kleiner) Kulturvereine tauglich sein wird, bleibt abzuwarten. Eine Verlängerung des NPO-Fonds für das 1. Quartal 2021 ist, beschlossen., ob dieser auf das 2. Quartal verlängert wird, ist noch offen. Homunculus 30 ist ein Signal für die Kultur- und Veranstaltungsszene und ermöglicht den Theatergruppen ein Engagement in unsicheren Zeiten.

Hohenems, 27. Jänner 2021

Kontaktperson bei Rückfragen:
Andrea Fritz Pinggera, Pressereferentin Homunculus

Tel. +43 699 190 374 85
Andrea.fritz@wortwerk.cc

Homunculus-Sonne geht am Emser Kirchplatz auf

13. Mai 2020 /

Eine künstlerische Intervention des Vereins „Homunculus“ erinnert an den auf 2021 verschobenen Start des gleichnamigen Figurentheaterfestivals. Zwei Wochen lang strahlt der Vorplatz der Stadtpfarrkirche St. Karl mit in Festivalgelb gemalten Sonnenstrahlen.

 

Das Motto des abgesagten Festivals (mit geplantem Start 14.5.2020) lautet „Sonne, Mond und Sterne“. Dazu passend bringt der Verein Homunculus die „Sonnenstrahlen“, die früher mit strahlenförmig über den Kirchplatz verlegten Granitplatten sichtbar waren, mit gelber Farbe wieder zum Vorschein. Geschäftsführer Dieter Heidegger: „Unser Festival findet zwar nicht statt, wir wollen dennoch wie geplant auf die „Homunculus“-Zeit aufmerksam machen und bringen den Kirchplatz mit unserer künstlerischen Intervention zum Strahlen: Ca. 340 Laufmeter werden dank Unterstützung der Firma Bartenbach Straßenmarkierungen mit von Farben Morscher gestelltem Material temporär im Festival-Gelb gefärbt. Die Kirchplatz-Sonne wird damit für zwei Wochen sichtbar sein. Nach ca. zwei Wochen wird sich die wasserlösliche Farbe wieder verflüchtigen und die Vorfreude auf das 30. Jubiläumsfestival vom 6. bis zum 14. Mai 2021 bleiben.“


DDr. Thomas Heilbrun von der Pfarre St. Karl verfasste zur „strahlenden Homunculus-Aktion“ einen begleitenden Text, der vor der Pfarrkirche auf einer Stele von Künstler Günther Blenke angebracht worden ist:

 

Die Sonne als Gottessymbol…

…ist ein uralter Menschheitsgedanke. Er findet sich auch im Christentum, z.B. im Kirchenlied „Sonne der Gerechtigkeit“. Die ursprüngliche Gestaltung des Hohenemser Kirchplatzes erinnert an diesen Gedanken mit den Strahlen, die von der Kirche ausgehen. Homunculus mit seinem Thema „Sonne, Mond und Sterne“ will diese Gestaltung für das Festival neu beleben.

 

Geschichte der Emser Sonnenstrahlen am Kirchplatz

Ende der 1980er Jahre wurde der Kirchplatz in Hohenems nach Plänen des Architekten Prof. Dr. Ernst Hiesmayr (plante u.a. die Wirtschaftskammer in Feldkirch) mit Sonnenstrahlen aus Granitplatten neugestaltet. Der Platz vor dem Eingang der Pfarrkirche St. Karl wurde durchgängig mit Pflastersteinen bedeckt und als Halbkreis angelegt, der die Sonne symbolisiert. Strahlenförmige Granitbahnen verliefen als „Sonnenstrahlen“ über den Kirchplatz. Neben der optischen Wirkung erhoffte sich die Stadt damals eine Geschwindigkeitsreduktion. Der Durchzugsverkehr verursachte viel Lärm, der durch die Pflastersteine verstärkt wurde: Kurze Zeit nach der Fertigstellung wurde die eigentliche Durchgangsstraße wieder von den Pflastersteinen befreit und durch Asphalt ersetzt. Damit wurden auch die „Sonnenstrahlen“ aus Granitstein unterbrochen und das Gesamtbild kam nicht mehr zur Geltung.

Figurentheaterfestival konzentriert sich auf 30-Jahr-Jubiläum im Jahr 2021

Homunculus wird auf 2021 verschoben

08. Apr 2020 /

Die Programme waren gedruckt und lagen für den Versand bereit, die Hoffnung bestand bis zuletzt. Nun ist klar: Homunculus 29 wird dieses Jahr nicht über die Bühne gehen.

Mit Bedauern aber größtem Verständnis für die Maßnahmen der Bundesregierung zur Eindämmung von Covid 19 wird das für Mai 2020 geplante Homunculus Festival auf das Jahr 2021 verschoben. Nachdem die Festivalleitung bereits vergangene Woche den Compagnien aus Italien und Spanien abgesagt hatte, ist es nun fix: Homunculus 29 wird heuer nicht  mehr stattfinden. Der Verein konzentriert sich darauf, das Jubiläumsfestival „30 Jahre Homunculus“ vom 6. bis zum 14. Mai 2021 vorzubereiten. Geschäftsführer Dieter Heidegger: „Wir stehen voll hinter der Entscheidung der Bundesregierung, alle Veranstaltungen bis Ende Juni abzusagen. Die Absage tut uns für die Künstler, das Publikum und unser ehrenamtliches Team sehr leid – aber die Gesundheit geht vor.“ Erfreulich ist die signalisierte Unterstützung einzelner Großsponsoren sowie der Stadt und des Landes Vorarlberg. „Wir hoffen, ohne gröbere Verluste durchzukommen“, so Dieter Heidegger.

Festival bleibt sichtbar

Auch wenn das Festival selbst nicht durchgeführt werden kann – im öffentlichen Raum soll die geplante Intervention dennoch stattfinden. Vom 14. bis 22. Mai 2020 wird der Platz vor Kirche und Palast sowie der Schlossplatz mit einer besonderen Gestaltung auf Homunculus verweisen. Auch das alljährlich von der Raiffeisenbank aufgehängt große Homunculus-Fassadenplakat wird an das beliebte internationale Figurentheaterfestival erinnern. „Homunculus bleibt präsent – wir wollen damit ein Signal setzen und zeigen, dass es 2021 mit voller Kraft weitergeht. Wir freuen uns, wenn alle gesund bleiben und wir weiterhin mit Puppen, Pointen und Poesie die Vorarlberger Kulturlandschaft bereichern. Kultur ist Seelennahrung“, sind Präsident Günter Bucher und Geschäftsführer Dieter Heidegger überzeugt.

Für den Verein:

Homunculus Figurentheater e.V.
Kaiser-Franz-Josef-Str. 61
A 6845 Hohenems
Tel.: +43 650 86 205 86
Fax: +43 5576 38 606
E-Mail: info@homunculus.info

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